Artikel Regio-Life 2007:
Woran denken Sie beim Thema´Radfahren in den Stauden´? An gut ausgebaute Nebenstraßen und Feldwege? An familienfreundliche Radwege, die durch die Wälder und Auen unserer beschaulichen Landschaft führen? Es geht auch ganz anders, wie Magnus Schuster und Karl-Heinz Vogg eindrucksvoll beweisen.

Die beiden gehören zur Fraktion der´extrem Radfahrer´ und kämpfen sich mit ihren Mountainbikes beispielsweise bei der ´Transalp Challenge´ schon mal quer durch die Alpen. "2004 waren wir das erste Mal auf der Transalp unterwegs.
Damals ging es von Mittenwald bis nach Riva am Gardasee. Und weil es uns so gut gefallen hat, sind wir gleich im nächsten Jahr wieder mitgefahren", erzählt Magnus Schuster mit einem süffisanten Lächeln. Um es klar zu machen: Dieses Radrennen im Jahr 2005 war 740 km lang und führte in 8 Tagen durch 3 Länder von Mittenwald bis nach Jesolo an der Adria. Auf der Strecke waren über 22.500 Höhenmeter zu bewältigen.

Erst vor kurzem sind die beiden von der letzten größeren Ausfahrt zurückgekehrt, der Bike Trans Germany 07. In der Zeit vom 9. bis 16. Juni fuhren sie - zusammen mit 270 Teams - 836 Kilometer quer durch die Mittelgebirge. Los ging es in St. Wendel im Saarland und die Route führte in 8 Tagesetappen bis nach Oberwiesenthal in Sachsen. 18.313 Höhenmeter galt es dabei zu überwinden.

"Ohne eine vernünftige Vorbereitung ist dies nicht zu meistern", so Karl-Heinz Vogg, wobei die beiden am liebsten direkt vor ihrer Haustüre trainieren. "Hier in den Stauden gibt es wirklich tolle Strecken, die auch für anspruchsvolle Fahrer eine Herausforderung sind", so Vogg weiter. 75 Kilometer - 1.200 Höhenmeter: 3 Stunden

Eine dieser Strecken, insgesamt rund 75 km lang, führt einmal quer durch die Stauden: Los geht es an der Bike Schmiede in Siegertshofen. Der Weg führt am Ortsende von Siegertshofen links auf den sogenannten Hochweg. Auf diesem Weg geht es an Langenneufnach vorbei über Grimoldried und Steinekirch bis nach Schnerzhofen. Von dort fährt man rechts über den höchsten Punkt der Stauden (655 m) weiter auf dem sogenannten Panoramaweg an Zaisertshofen und Mörgen vorbei bis Eppishausen. "Dieser Teil der Strecke ist ideal zum warm werden und kann recht schnell gefahren werden, da er kaum durch irgendwelche Orte führt und sich die Anstiege auch in Grenzen halten", erklärt Magnus Schuster.

Ab dann wird es allerdings etwas ´hügeliger´: Der Anstieg am Sportheim in Eppishausen hat es schon in sich und spätestens ab Haselbach geht es munter rauf und runter über Aichen und Ruhfelden bis nach Memmenhausen. Von dort fährt man quer durch den Wald in Richtung Langenneufnach, wobei es kurz vor Langenneufnach links nach Wollmetshofen abgeht.
Am Schloss Elmischwang vorbei führt die Strecke dann nach Willmatshofen und über den Buchberg und Todtenschläule wieder zum Ausgangspunkt nach Siegershofen. "Insgesamt sind rund 1.200 Höhenmeter bei dieser Route zu überwinden", berichtet Magnus Schuster. Eine tolle Trainingseinheit also. Übrigens: Die beiden brauchen für die gesamte Strecke nur rund 3 Stunden...

Tipp: Die Strecke ist mit kleinen weißen gleichschenkligen Dreiecken ausgeschildert. Trotzdem empfiehlt es sich, eine detaillierte Radwanderkarte mitzuführen. Diese ist auch dann hilfreich, wenn man nach einer Abkürzung sucht...

Hier das detaillierte Roadbook(.pdf-Datei) und die GPS-Daten(.gpx-Datei).